Forschung, die wirkt: Wilhelm Sander-Stiftung fördert 20 Projekte für den Kampf gegen Krebs im ersten Quartal 2026 mit 3,3 Millionen Euro

Wissenschaftlicher Fortschritt durch Synergie: Die 20 Projekte, die die Wilhelm Sander-Stiftung zum Jahresbeginn 2026 in die Förderung aufgenommen hat, decken ein breites Spektrum der modernen Krebsforschung ab. Die Vorhaben verfolgen einen integrativen Ansatz, der von der Identifikation neuer molekularer Zielstrukturen – etwa in der Zellhülle oder im Immunsystem – bis hin zur Optimierung klinischer Abläufe durch präzises Therapiemonitoring reicht. Ziel ist es, die komplexen Mechanismen der Tumorentstehung und Resistenzbildung grundlegend zu verstehen und in therapeutischen Nutzen zu übersetzen.


Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zell-Therapie

Forschende um Dr. Nadia El Khawanky, Dr. Simon Heidegger und Dr. Nardine Soliman von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Klinikums der Technischen Universität München (TUM Klinikum) haben mit einer Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung in Höhe von 146.000 Euro zentrale Resistenzmechanismen von Tumorzellen gegenüber CAR-T-Zellen aufgedeckt. Die Wissenschaftler:innen zeigten, dass ein angeborenes zelluläres Warnsystem, das normalerweise Virusinfektionen erkennt, eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie empfänglich Tumorzellen für den Angriff durch CAR-T-Zellen sind. Damit eröffnen sich neue Ansätze, um CAR-T-Zell-Therapien auch bei soliden Tumoren wirksam zu machen.


Metastasierungsmechanismen verstehen

Metastasen, also die Tochtergeschwülste von Krebszellen, stellen bei vielen Krebsformen ein zentrales Problem dar. Als Abkömmlinge des Primärtumors können sie in entfernten Organen wachsen und sind oft schwer erkennbar. Ein Forschungsteam um Dr. Tobias Reiff am Institut für Genetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun molekulare Mechanismen entdeckt, die die Ansiedlung von Krebszellen in anderen Geweben ermöglichen. Die Wilhelm Sander-Stiftung förderte das Projekt mit rund 183.000 Euro. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Nature Communications vorgestellt.


Von der Zelle bis zur Klinik: Wilhelm Sander-Stiftung fördert 12 Forschungsprojekte im vierten Quartal 2025 mit 1,9 Millionen Euro

Grundlagenforschung trifft klinische Anwendung: Die zwölf Projekte, die die Wilhelm Sander-Stiftung im vierten Quartal 2025 fördert, spannen einen Bogen vom molekularen Mechanismus bis zum Behandlungszimmer – von der Frage, wie eine Basalmembran die Metastasierung beeinflusst, bis hin zu KI-gestützten Werkzeugen, die Ärztinnen und Ärzten bei Therapieentscheidungen helfen sollen.


Neue Erkenntnisse zu therapieresistenten kindlichen Hirntumoren

Embryonale Tumoren mit mehrreihigen Rosetten (ETMR) gehören zu den seltensten und aggressivsten Hirntumoren im frühen Kindesalter. Trotz intensiver Therapie ist die Prognose bislang sehr schlecht. Ein von der Wilhelm Sander-Stiftung mit 200.000 € gefördertes Forschungsprojekt der Universität Münster unter der Leitung von Prof. Kornelius Kerl liefert nun wichtige neue Erkenntnisse darüber, warum diese Tumoren besonders Therapieresistent sind, und zeigt zugleich neue therapeutische Ansatzpunkte auf.


Neue Behandlungsmöglichkeit für kindliche Hirntumore

Das Medulloblastom ist bei Kindern und Jugendlichen einer der häufigsten bösartigen Hirntumore des Zentralen Nervensystems. Etwa 70 bis 80 Prozent der Betroffenen können mit heutigen Methoden geheilt werden. Viele müssen jedoch mit schweren Langzeitfolgen der aggressiven Therapien leben. Dringend benötigt werden zielgerichtete Therapien, die nur Tumorschwachstellen angreifen und normales Gewebe verschonen. Forschende um Daniel Merk vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung am Universitätsklinikum Tübingen haben eine solche Schwachstelle im Erbgut einer Untergruppe des Medulloblastoms gefunden. Die Wilhelm Sander-Stiftung unterstützte das Projekt mit 111.000 €.


Forschende entwickeln nebenwirkungsarmen therapeutischen Ansatz gegen aggressive Blutkrebs-Form

Forschende um Prof. Dr. Salih vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung  am DKFZ-Partnerstandort Tübingen haben mit Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung in Höhe von 528.000 € über 6 Jahre ein innovatives Immunzytokin (therapeutischer Antikörper mit einem daran gekoppelten Zytokin) entwickelt. Das „modifizierte Immunzytokin“ (MIC-Molekül) aktiviert gezielt Immunzellen gegen Leukämiezellen und kann die schwerwiegenden Nebenwirkungen vermeiden, die bisher verfügbare Immunzytokine auslösen. In Labor- und Tiermodellen zeigten die MIC -Moleküle eine starke und vor allem gezielte Immunaktivierung gegen die Leukämie – ein vielversprechender Schritt in Richtung klinische Anwendung.


Die Trends der Wilhelm Sander-Stiftung: Exzellente Forschungsförderung mit klarem wissenschaftlichen Fokus

Die Wilhelm Sander-Stiftung zieht eine positive Bilanz ihrer Förderaktivitäten der letzten Jahre. Mit einem Rekord-Antragsjahr 2025, in dem über 260 Anträge eingingen, von denen 59 mit einer Summe von rund 10 Millionen Euro bewilligt wurden, unterstreicht die Stiftung ihre Rolle als bedeutender Impulsgeber für die deutsche Krebsforschung.


YAP-Blocker JUN: Neue Erkenntnisse bei Leberkrebs

Erfolgreich abgeschlossenes Forschungsprojekt der Wilhelm Sander-Stiftung: Forschende um Dr. Björn von Eyss des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) entdeckten eine überraschende Schutzfunktion des Gens JUN. JUN, bislang als Verstärker von Entzündungs- und Wachstumssignalen bekannt, bewirkt in bestimmten Situationen das Gegenteil. Dann fungiert es als zellulärer Sicherheitsmechanismus. Wird das Wachstumsprotein YAP zu aktiv, bremst JUN dessen Aktivität. So verhindert JUN unkontrolliertes Zellwachstum und Zellvermehrung. Dieser Schutzmechanismus könnte die Entstehung von Tumoren, insbesondere Leberkrebs, eindämmen.


Wilhelm Sander-Stiftung erhält 414.000 Euro für die medizinische Forschung

Die Wilhelm Sander-Stiftung hat von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) aus Mitteln der Georg-Thieme-Gedächtnisstiftung eine großzügige Spende in Höhe von 414.000 Euro erhalten. Die Zuwendung wird zur Stärkung innovativer Forschungsprojekte verwendet und trägt damit unmittelbar zum zentralen Ziel der Stiftung bei, den wissenschaftlichen Fortschritt, insbesondere in der medizinischen Forschung, zu ermöglichen.


Büro München

Wilhelm Sander-Stiftung
Zweigstraße 10
80336 München

Telefon: +49 89 544 187-0
E-Mail: info@sanst.de

Büro Neustadtan der Donau

Wilhelm Sander-Stiftung
Herzog-Ludwig-Straße 17
93333 Neustadt an der Donau

Telefon: +49 9445 99199-0
E-Mail: neustadt@sanst.de

Büro Leverkusen

Wilhelm Sander-Stiftung
Mülheimer Straße 76 a
51375 Leverkusen-Schlebusch

Telefon: +49 214 855 18-0
E-Mail: hv-leverkusen@sanst.de

Folgen Sie uns auf Linkedin


© 2026: Wilhelm Sander-Stiftung

Büro München

Wilhelm Sander-Stiftung
Zweigstraße 10
80336 München

Telefon: +49 89 544 187-0
E-Mail: info@sanst.de

Büro Neustadtan der Donau

Wilhelm Sander-Stiftung
Herzog-Ludwig-Straße 17
93333 Neustadt

Telefon: +49 9445 99199-0
E-Mail: neustadt@sanst.de

Büro Leverkusen

Wilhelm Sander-Stiftung
Mülheimer Straße 76 a
51375 Leverkusen-Schlebusch

Telefon: +49 214 855 18-0
E-Mail: hv-leverkusen@sanst.de


© 2026: Wilhelm Sander-Stiftung

Privacy Preference Center