Immobilienmanagement bei Stiftungen: Zwischen Tradition und Professionalisierung

Immobilienbestände bei Stiftungen sind vielerorts über Jahrzehnte – teils über Jahrhunderte – organisch gewachsen. Sie dienten der sicheren Vermögensanlage, der langfristigen Ertragssicherung oder auch unmittelbar der Zweckverwirklichung. Die Verwaltung konnte sich in der Vergangenheit auf die Vermietung frei werdender Wohnungen, Ad-hoc-Instandsetzung und in Einzelfällen der Modernisierung sowie einfache Bewirtschaftungsmodelle (Betriebs- und Heizkostenabrechnung) beschränken. Entschieden wurde mit Augenmaß, aber selten mit strategischem Blick auf Rendite, Liquidität und Risiko vor dem Hintergrund stiftungsspezifischer Anforderungen.
Von Ernst G. Wittmann
Forschung, die wirkt: Wilhelm Sander-Stiftung fördert 20 Projekte für den Kampf gegen Krebs im ersten Quartal 2026 mit 3,3 Millionen Euro
Wissenschaftlicher Fortschritt durch Synergie: Die 20 Projekte, die die Wilhelm Sander-Stiftung zum Jahresbeginn 2026 in die Förderung aufgenommen hat, decken ein breites Spektrum der modernen Krebsforschung ab. Die Vorhaben verfolgen einen integrativen Ansatz, der von der Identifikation neuer molekularer Zielstrukturen – etwa in der Zellhülle oder im Immunsystem – bis hin zur Optimierung klinischer Abläufe durch präzises Therapiemonitoring reicht. Ziel ist es, die komplexen Mechanismen der Tumorentstehung und Resistenzbildung grundlegend zu verstehen und in therapeutischen Nutzen zu übersetzen.
Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zell-Therapie
Forschende um Dr. Nadia El Khawanky, Dr. Simon Heidegger und Dr. Nardine Soliman von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Klinikums der Technischen Universität München (TUM Klinikum) haben mit einer Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung in Höhe von 146.000 Euro zentrale Resistenzmechanismen von Tumorzellen gegenüber CAR-T-Zellen aufgedeckt. Die Wissenschaftler:innen zeigten, dass ein angeborenes zelluläres Warnsystem, das normalerweise Virusinfektionen erkennt, eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie empfänglich Tumorzellen für den Angriff durch CAR-T-Zellen sind. Damit eröffnen sich neue Ansätze, um CAR-T-Zell-Therapien auch bei soliden Tumoren wirksam zu machen.
Metastasierungsmechanismen verstehen
Metastasen, also die Tochtergeschwülste von Krebszellen, stellen bei vielen Krebsformen ein zentrales Problem dar. Als Abkömmlinge des Primärtumors können sie in entfernten Organen wachsen und sind oft schwer erkennbar. Ein Forschungsteam um Dr. Tobias Reiff am Institut für Genetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun molekulare Mechanismen entdeckt, die die Ansiedlung von Krebszellen in anderen Geweben ermöglichen. Die Wilhelm Sander-Stiftung förderte das Projekt mit rund 183.000 Euro. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Nature Communications vorgestellt.
Von der Zelle bis zur Klinik: Wilhelm Sander-Stiftung fördert 12 Forschungsprojekte im vierten Quartal 2025 mit 1,9 Millionen Euro
Grundlagenforschung trifft klinische Anwendung: Die zwölf Projekte, die die Wilhelm Sander-Stiftung im vierten Quartal 2025 fördert, spannen einen Bogen vom molekularen Mechanismus bis zum Behandlungszimmer – von der Frage, wie eine Basalmembran die Metastasierung beeinflusst, bis hin zu KI-gestützten Werkzeugen, die Ärztinnen und Ärzten bei Therapieentscheidungen helfen sollen.

