ETH Zürich, Prof. Dr. Sabine Werner und das SKINTEGRITY.CH Konsortium: Symposium zum Thema Tumor-Mikroumgebung
The tumor microenvironment (TME) refers to the complex ecosystem surrounding cancer cells, composed of immune cells, fibroblasts, nerve cells, blood vessels, signaling molecules, and the extracellular matrix. Interactions within this environment play a critical role in tumor growth, progression, and response to therapy. For instance, cancer-associated fibroblasts and immune cells can either suppress or promote tumor development depending on their activation state.
Understanding the TME is essential for developing more effective cancer treatments. By targeting not only the tumor cells but also their supportive environment, researchers aim to disrupt tumor-promoting signals and enhance anti-tumor immunity, ultimately improving patient outcomes.
Since 1975, the Wilhelm Sander-Stiftung has supported medical research, in particular in the field of cancer research. To celebrate the 50th anniversary of the foundation, it has taken up the joint initiative with the SKINTEGRITY.CH consortium, to organize an event that puts some of the cutting-edge research on the tumor microenvironment in the spotlight.
It is thus with immense pleasure that we announce a mini-symposium of one afternoon, on Friday, February 6, 2026, in which some of the leading researchers in this field will share their latest findings. The detailed program for the afternoon is given below. The event will take place in the „H33 Auditorium“ on the Hönggerberg Campus of the ETH Zurich (HPM Building, H Floor), at the Otto‑Stern‑Weg 3.
Please note: Registration will open in December 2025.
Eberhard Karls Universität Tübingen: ein get-together zwischen Forschenden und Drittmittelgebenden
Die Tumormikroumgebung (TME) ist ein komplexes Ökosystem, das Krebszellen umgibt und aus Immunzellen, Fibroblasten, Nervenzellen, Blutgefäßen sowie Signalmolekülen besteht. Die Wechselwirkungen innerhalb dieser Umgebung sind entscheidend für das Tumorwachstum, das Fortschreiten der Krankheit und das Ansprechen auf Therapien. So können beispielsweise krebsassoziierte Fibroblasten und Immunzellen die Tumorentwicklung je nach Aktivierungszustand entweder unterdrücken oder fördern.
Das Verständnis der TME ist für die Entwicklung wirksamerer Krebstherapien unerlässlich. Indem Forscher nicht nur die Tumorzellen, sondern auch deren unterstützende Umgebung ins Visier nehmen, zielen sie darauf ab, tumorfördernde Signale zu unterbrechen und die körpereigene Immunabwehr gegen den Tumor zu stärken, um letztlich die Heilungschancen für Patienten zu verbessern.
Seit 1975 unterstützt die Wilhelm Sander-Stiftung die medizinische Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der Onkologie. Anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens haben wir gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät Tübingen eine interne Initiative ins Leben gerufen.
In diesem persönlichen Rahmen möchten wir uns Zeit nehmen, um aktuelle Forschungsprojekte aus den Bereichen Onkologie, Immuntherapie und molekulare Bildgebung vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Das Symposium bietet uns die Gelegenheit, die geförderten Projekte Revue passieren zu lassen und den direkten Austausch zwischen den Arbeitsgruppen zu vertiefen.
Das Programm bietet einen Überblick über den Standort Tübingen , Einblicke in das Exzellenzcluster iFIT sowie spezifische Laborführungen und Projektpräsentationen am Nachmittag. Wir freuen uns auf einen konstruktiven Tag und spannende Gespräche unter Kollegen.
Impressionen des Symposiums
Uniklinikum Würzburg, Prof. Dr. Hermann Einsele: Internationales Symposium zum Thema Multiples Myelom
Das Multiple Myelom und seine Interaktion mit der Tumormikroumgebung stehen heute im Zentrum einer rasanten medizinischen Entwicklung. Die Entschlüsselung der komplexen Biologie der Plasmazellen sowie deren Austausch mit dem umgebenden Gewebe sind entscheidend, um die Entstehung der Krankheit besser zu verstehen und innovative Behandlungswege zu eröffnen. Ziel der aktuellen Forschung ist es, durch präzise Analysen der Zellwege neue Angriffsziele für Therapien zu identifizieren und die Heilungschancen nachhaltig zu verbessern.
Anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens unterstützt die Wilhelm Sander-Stiftung den 7th Würzburg Myeloma Workshop als Förderpartner. Dieses bedeutende Symposium dient als internationales Forum, um führende Experten aus der ganzen Welt zusammenzubringen und die neuesten Durchbrüche in der Hämatologie auf höchster Ebene zu diskutieren.
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Hermann Einsele und seinem Team bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, aktuelle Fortschritte bei CAR-T-Zell-Therapien, bispezifischen Antikörpern und personalisierten Behandlungsansätzen vorzustellen. Der Fokus liegt dabei auf dem direkten Dialog zwischen internationaler Spitzenforschung und klinischer Anwendung. Wir freuen uns auf zwei Tage voller wegweisender Impulse und einen intensiven Wissensaustausch in Würzburg.
Impressionen des Symposiums
Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Jens Werner: Aktuelle Krebstherapie
Die Krebsforschung befindet sich in einem stetigen Wandel, getrieben durch innovative Ansätze in der Immuntherapie und Präzisionsdiagnostik. Moderne Forschungsansätze zielen darauf ab, die Mechanismen der Resistenzbildung – etwa durch tumorassoziierte Entzündungsprozesse – zu verstehen und neue therapeutische Fenster zu öffnen. Gleichzeitig ermöglichen technologische Durchbrüche in der Infrarotdiagnostik eine immer präzisere Früherkennung und Überwachung von Krebserkrankungen. Das Ziel dieser translationalen Forschung ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in eine nachhaltige Verbesserung von Diagnose, Therapie und Prävention zu überführen.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1975 unterstützt die Wilhelm Sander-Stiftung exzellente medizinische Forschung und hat in dieser Zeit über 350 Millionen Euro für rund 2.500 Projekte bewilligt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und dem LMU Klinikum, wo zahlreiche hochkarätige Forschungsvorhaben kontinuierlich gefördert werden.
Anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens freuen wir uns, gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der LMU ein wissenschaftliches Symposium auszurichten. In diesem Rahmen präsentieren führende Experten aktuelle Projekte aus den Bereichen der T-Zell-Therapie, der Thromboinflammation und der innovativen Breitband-Infrarotdiagnostik. Das Symposium bietet die Gelegenheit, die Erfolge langjähriger Förderarbeit Revue passieren zu lassen und den intensiven Gedankenaustausch zwischen Forschung und klinischer Praxis am Standort München weiter zu vertiefen.
Neue Behandlungsmöglichkeit für kindliche Hirntumore
Das Medulloblastom ist bei Kindern und Jugendlichen einer der häufigsten bösartigen Hirntumore des Zentralen Nervensystems. Etwa 70 bis 80 Prozent der Betroffenen können mit heutigen Methoden geheilt werden. Viele müssen jedoch mit schweren Langzeitfolgen der aggressiven Therapien leben. Dringend benötigt werden zielgerichtete Therapien, die nur Tumorschwachstellen angreifen und normales Gewebe verschonen. Forschende um Daniel Merk vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung am Universitätsklinikum Tübingen haben eine solche Schwachstelle im Erbgut einer Untergruppe des Medulloblastoms gefunden. Die Wilhelm Sander-Stiftung unterstützte das Projekt mit 111.000 €.
CDK4/6-Hemmer: Neue Hoffnung bei der Behandlung von Darmkrebs
Forschende des Universitätsklinikums Würzburg und der LMU München haben die Wirksamkeit von CDK4/6-Hemmern bei Darmkrebs untersucht – mit vielversprechenden Ergebnissen. Die für Brustkrebs entwickelten Medikamente bremsen das Wachstum von Darmkrebszellen wirksam, auch bei therapieresistenten Tumoren. Entscheidend für den Therapieerfolg ist das Protein p16: Krebszellen mit hoher p16-Expression sprechen schlechter auf die Behandlung an. Das Protein könnte als Biomarker dienen, um Betroffene zu identifizieren, die besonders profitieren. Die von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderte Studie wurde in „Cellular Oncology“ publiziert und könnte den Weg für individualisierte Therapieansätze ebnen.























