Eberhard Karls Universität Tübingen: ein get-together zwischen Forschenden und Drittmittelgebenden

Die Tumormikroumgebung (TME) ist ein komplexes Ökosystem, das Krebszellen umgibt und aus Immunzellen, Fibroblasten, Nervenzellen, Blutgefäßen sowie Signalmolekülen besteht. Die Wechselwirkungen innerhalb dieser Umgebung sind entscheidend für das Tumorwachstum, das Fortschreiten der Krankheit und das Ansprechen auf Therapien. So können beispielsweise krebsassoziierte Fibroblasten und Immunzellen die Tumorentwicklung je nach Aktivierungszustand entweder unterdrücken oder fördern.

Das Verständnis der TME ist für die Entwicklung wirksamerer Krebstherapien unerlässlich. Indem Forscher nicht nur die Tumorzellen, sondern auch deren unterstützende Umgebung ins Visier nehmen, zielen sie darauf ab, tumorfördernde Signale zu unterbrechen und die körpereigene Immunabwehr gegen den Tumor zu stärken, um letztlich die Heilungschancen für Patienten zu verbessern.

Seit 1975 unterstützt die Wilhelm Sander-Stiftung die medizinische Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der OnkologieAnlässlich unseres 50-jährigen Bestehens haben wir gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät Tübingen eine interne Initiative ins Leben gerufen.

In diesem persönlichen Rahmen möchten wir uns Zeit nehmen, um aktuelle Forschungsprojekte aus den Bereichen Onkologie, Immuntherapie und molekulare Bildgebung vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Das Symposium bietet uns die Gelegenheit, die geförderten Projekte Revue passieren zu lassen und den direkten Austausch zwischen den Arbeitsgruppen zu vertiefen.

Das Programm bietet einen Überblick über den Standort Tübingen , Einblicke in das Exzellenzcluster iFIT sowie spezifische Laborführungen und Projektpräsentationen am Nachmittag. Wir freuen uns auf einen konstruktiven Tag und spannende Gespräche unter Kollegen.

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Uniklinikum Würzburg, Prof. Dr. Hermann Einsele: Internationales Symposium zum Thema Multiples Myelom

Das Multiple Myelom und seine Interaktion mit der Tumormikroumgebung stehen heute im Zentrum einer rasanten medizinischen Entwicklung. Die Entschlüsselung der komplexen Biologie der Plasmazellen sowie deren Austausch mit dem umgebenden Gewebe sind entscheidend, um die Entstehung der Krankheit besser zu verstehen und innovative Behandlungswege zu eröffnen. Ziel der aktuellen Forschung ist es, durch präzise Analysen der Zellwege neue Angriffsziele für Therapien zu identifizieren und die Heilungschancen nachhaltig zu verbessern.

Anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens unterstützt die Wilhelm Sander-Stiftung den 7th Würzburg Myeloma Workshop als Förderpartner. Dieses bedeutende Symposium dient als internationales Forum, um führende Experten aus der ganzen Welt zusammenzubringen und die neuesten Durchbrüche in der Hämatologie auf höchster Ebene zu diskutieren.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Hermann Einsele und seinem Team bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, aktuelle Fortschritte bei CAR-T-Zell-Therapien, bispezifischen Antikörpern und personalisierten Behandlungsansätzen vorzustellenDer Fokus liegt dabei auf dem direkten Dialog zwischen internationaler Spitzenforschung und klinischer AnwendungWir freuen uns auf zwei Tage voller wegweisender Impulse und einen intensiven Wissensaustausch in Würzburg.

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Neue Behandlungsmöglichkeit für kindliche Hirntumore

Das Medulloblastom ist bei Kindern und Jugendlichen einer der häufigsten bösartigen Hirntumore des Zentralen Nervensystems. Etwa 70 bis 80 Prozent der Betroffenen können mit heutigen Methoden geheilt werden. Viele müssen jedoch mit schweren Langzeitfolgen der aggressiven Therapien leben. Dringend benötigt werden zielgerichtete Therapien, die nur Tumorschwachstellen angreifen und normales Gewebe verschonen. Forschende um Daniel Merk vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung am Universitätsklinikum Tübingen haben eine solche Schwachstelle im Erbgut einer Untergruppe des Medulloblastoms gefunden. Die Wilhelm Sander-Stiftung unterstützte das Projekt mit 111.000 €.


CDK4/6-Hemmer: Neue Hoffnung bei der Behandlung von Darmkrebs

Forschende des Universitätsklinikums Würzburg und der LMU München haben die Wirksamkeit von CDK4/6-Hemmern bei Darmkrebs untersucht – mit vielversprechenden Ergebnissen. Die für Brustkrebs entwickelten Medikamente bremsen das Wachstum von Darmkrebszellen wirksam, auch bei therapieresistenten Tumoren. Entscheidend für den Therapieerfolg ist das Protein p16: Krebszellen mit hoher p16-Expression sprechen schlechter auf die Behandlung an. Das Protein könnte als Biomarker dienen, um Betroffene zu identifizieren, die besonders profitieren. Die von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderte Studie wurde in „Cellular Oncology” publiziert und könnte den Weg für individualisierte Therapieansätze ebnen.


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