Neue Erkenntnisse zu therapieresistenten kindlichen Hirntumoren
Embryonale Tumoren mit mehrreihigen Rosetten (ETMR) gehören zu den seltensten und aggressivsten Hirntumoren im frühen Kindesalter. Trotz inten-siver Therapie ist die Prognose bislang sehr schlecht. Ein von der Wilhelm Sander-Stiftung mit 200.000 € gefördertes Forschungsprojekt der Universität Münster unter der Leitung von Prof. Kornelius Kerl liefert nun wichtige neue Erkenntnisse darüber, warum diese Tumoren besonders Therapieresistent sind, und zeigt zugleich neue therapeutische Ansatzpunkte auf.
Forschende entwickeln nebenwirkungsarmen therapeutischen Ansatz gegen aggressive Blutkrebs-Form
Forschende um Prof. Dr. Salih vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung am DKFZ-Partnerstandort Tübingen haben mit Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung in Höhe von 528.000 € über 6 Jahre ein innovatives Immunzytokin (therapeutischer Antikörper mit einem daran gekoppelten Zytokin) entwickelt. Das „modifizierte Immunzytokin“ (MIC-Molekül) aktiviert gezielt Immunzellen gegen Leukämiezellen und kann die schwerwiegenden Nebenwirkungen vermeiden, die bisher verfügbare Immunzytokine auslösen. In Labor- und Tiermodellen zeigten die MIC -Moleküle eine starke und vor allem gezielte Immunaktivierung gegen die Leukämie – ein vielversprechender Schritt in Richtung klinische Anwendung.
