Rhabdomyosarkome sind die häufigsten Weichteiltumore bei Kindern. Es handelt sich um einen Tumor mesenchymalen Ursprungs, der den Skelettmuskelzellen sehr ähnlich ist. Man unterscheidet klassisch zwei Arten: das alveolare und das embryonale Rhabdomyosarkom. Beiden Tumorarten ist jedoch gemeinsam, dass die Tumorzellen zwar grundsätzlich die Fähigkeit haben, sich in postmitotische Skelettmuskelzellen zu differenzieren, diese Differenzierung aber inhibiert ist. Die Differenzierung von proliferierenden Tumorzellen in sich nicht mehr teilende differenzierte Myotuben oder Muskelfasern könnte einen neuen unterstützenden Ansatz in der Tumortherapie des Rhabdomyosarkoms darstellen. Forschende um Julia von Maltzahn an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und dem Leibniz Institut für Alternsforschung (FLI) haben einen Weg gefunden, wie Zellen des embryonalen Rhabdomyosarkoms in differenzierte postmitotische Muskelzellen umgewandelt werden können. Die Wilhelm Sander Stiftung hat dieses Projekt mit 185.000 EUR unterstützt.