Aus dem Stiftungsleben
EIN JAHR IM ZEICHEN DES JUBILÄUMS
Das 50. Jahr der Wilhelm Sander-Stiftung war
alles andere als gewöhnlich. Es ermöglichte Begegnungen, die sonst nicht selbstverständlich sind: zwischen Generationen, zwischen Institutionen und zwischen Ideen.
Aus dem Stiftungsleben
EIN JAHR IM ZEICHEN DES JUBILÄUMS
Das 50. Jahr der Wilhelm Sander-Stiftung war alles andere als gewöhnlich. Es ermöglichte Begegnungen, die sonst nicht selbstverständlich sind: zwischen Generationen, zwischen Institutionen und zwischen Ideen.
Den Auftakt machte der 13. Oktober 2025, der Tag der ersten Stiftungsratssitzung. Pünktlich zum 50-jährigen Bestehen ging ein komplett neuer Webauftritt online, begleitet von einem erneuerten Erscheinungsbild, das die Stiftung seither nach innen wie außen trägt: Visitenkarten, Briefpapier, Folder – alles vereint unter dem neuen Claim „Forschung. Wissen. Zukunft.“ Was nach Selbstbeschreibung klingt, ist in Wahrheit ein Versprechen: an die Wissenschaft, an die Gesellschaft und an die nächsten fünfzig Jahre.
Wenig später kam das gesamte Team zusammen, bestehend aus Gremienmitgliedern und Mitarbeitenden aller drei Standorte Leverkusen, Neustadt an der Donau und München. Beim gemeinsamen Get-together trafen sich Menschen, die zwar täglich zusammenarbeiten, sich aber selten alle gleichzeitig im selben Raum begegnen. Es wurde ein Abend, der bis weit in die Nacht reichte.
In Frankfurt suchte Maximilian Habersetzer beim 16. Treffen der medizinischen Drittmittelgeber im Georg-Speyer-Haus den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen anderer Förderorganisationen – ein regelmäßiges Zusammenkommen, das für die strategische Weiterentwicklung der eigenen Förderarbeit unverzichtbar ist.
Den Nachwuchs im Blick zu behalten, gehört ebenso zum Kern unserer Stiftungsarbeit. So nahm Luca Ferrarese, ein von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderter Nachwuchswissenschaftler, an der Lindauer Nobelpreisträgertagung teil, jenem einzigartigen Forum, bei dem junge Forschende in direkten Austausch mit den Größten ihres Fachs treten können. Wer einmal erlebt hat, wie dort Generationen miteinander ins Gespräch kommen, versteht, warum eine solche Förderung mehr ist als Pflichterfüllung.
Zum Jubiläum startete die Stiftung außerdem eine neue Symposiumsreihe, die zeigen soll, wie wichtig Dialog in der Wissenschaft ist. Den Anfang machte im Februar 2026 eine Veranstaltung an der ETH Zürich zum Thema Tumor-Mikroumgebung, das ge- meinsam mit dem SKINTEGRITY.CH-Konsortium organisiert wurde. Gastgeberin war Sabine Werner, stellvertretende Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats, die ein international besetztes Programm mit Forschenden aus Cambridge, Straßburg, Rehovot und Oxford auf die Beine stellte.
Kurz darauf fand der 7. Würzburg Myeloma Workshop am Universitätsklinikum Würzburg statt – zwei intensive Tage mit wissenschaftlichem Austausch zu multiplem Myelom, von neuen Screening- Methoden bis zu innovativen Immuntherapien. Die Wilhelm Sander-Stiftung unterstützte den Workshop als Förderpartnerin.
Ein weiteres wissenschaftliches Symposium der Wilhelm Sander-Stiftung fand am LMU-Klinikum unter der Leitung von Professor Jens Werner statt. Forschungsprojekte aus Onkologie, Diagnose und Therapie wurden präsentiert – u. a. mit einem Vortrag von Dr. Zigman (Max Planck Institut für Quantenoptik) zur Innovation in der Krebsdiagnostik.
Im April 2026 war das Team der Stiftung beim gemeinsamen Symposium mit der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen im M3-Forschungszentrum vollzählig vertreten. Das Programm bot einen breiten Einblick in die Tübinger Krebsforschung – vom Exzellenzcluster iFIT bis zu Laborführungen in Kinderheilkunde, Nuklearmedizin und Neuroonkologie. Ein Film- und Drehteam war ebenfalls vor Ort und hielt fest, wofür fünfzig Jahre Förderung stehen.
Nicht zu vergessen ist die zweitägige Workshop-Exkursion zum Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Prof. Ralf Bartenschlager, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, führte das Team durch das DKFZ – eine Institution, die seit den Anfangsjahren mit der Stiftung verbunden ist. Nobelpreisträger Harald zur Hausen begleitete die Stiftung bereits in den Gründungsjahren von 1976 bis 1979 als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, bevor er das DKFZ als Vorstandsvorsitzender leitete. Manche Verbindungen halten eben ein halbes Jahrhundert.

















