Eierstockkrebs wird oft erst spät entdeckt und ist selten heilbar. Viele Patientinnen erhalten deshalb zusätzlich zur Chemotherapie den Wirkstoff Bevacizumab, der die Blutversorgung des Tumors blockiert – doch längst nicht allen hilft er, und er hat teilweise schwere Nebenwirkungen. Einem Forschungsteam des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf unter der Leitung von Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt und Prof. Dr. Leticia Oliveira-Ferrer in Zusammenarbeit mit der Bioinformatikerin Dr. Olga Zolotareva (Universität Kiel) ist es nun gelungen, ein charakteristisches Aktivitätsmuster der Gene im Tumor zu identifizieren, das anzeigt, wer von Bevacizumab wirklich profitiert: Patientinnen mit diesem Muster lebten deutlich länger, wenn sie den Wirkstoff erhielten. Überraschend: bei Patientinnen ohne dieses Muster zeigte der Wirkstoff keinen erkennbaren Nutzen. Die Wilhelm Sander-Stiftung förderte das Projekt mit 170.000 Euro.