Neuigkeiten der
Wilhelm Sander-Stiftung

Sie wollen immer auf dem neuesten Stand bleiben und keine Neuigkeit rund um die Wilhelm Sander-Stiftung verpassen? Hier finden Sie die neuesten Pressemitteilungen sowie weitere aktuelle Informationen zu unserer Stiftungsarbeit und –organisation.

Ihre Ansprechpartnerin

Henrike Boden

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit & Stiftungskommunikation Förderantragswesen

Telefon: +49 89 544187-0
E-Mail: boden@sanst.de

  • Wilhelm Sander-Stiftung fördert Forschung zur Behandlung von Brustkrebserkrankungen

    © UKR/Johannes Beutler

    Die Wilhelm Sander-Stiftung fördert ein Forschungsprojekt des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) und der Universität Regensburg (UR) mit rund 130.000 Euro für zwei Jahre. Das Team um Prof. Dr. Gero Brockhoff sowie Prof. Dr. Anja-Kathrin Wege vom Lehrstuhl für Geburtshilfe und Frauenheilkunde (Schwerpunkt Frauenheilkunde) der Universität Regensburg, befasst sich in seiner Forschungsarbeit mit der Therapie von Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs. Bei dieser häufigsten Form des Mammakarzinoms wird das Östrogen-abhängige Tumorwachstum in vielen Fällen durch einer Langzeittherapie mit dem Östrogenrezeptor-Inhibitor Tamoxifen behandelt. Häufig entsteht jedoch eine Resistenz gegenüber dieser Behandlung.

    Der Arbeitsgruppe ist es kürzlich gelungen, einen wichtigen, biologischen Marker zu identifizieren, der die Hormontherapie mit Tamoxifen offensichtlich stark beeinflusst. Kann dieser Marker, der sogenannte HER4-Rezeptor, auf den Tumorzellen nachgewiesen werden, ist die Behandlung mit Tamoxifen weit weniger effektiv, als wenn die Tumorzellen dieses Oberflächenmolekül nicht aufweisen. Damit könnte man bei einem positiven Nachweis des HER4-Biomarkers auf eine möglicherweise effizientere, alternative Therapie umsteigen oder den HER4-Rezeptor selbst ebenfalls therapeutisch angreifen.

    Im Rahmen des geförderten Forschungsprojekts will die Arbeitsgruppe nun die zell- und molekularbiologischen HER4-abhängigen Mechanismen genauer untersuchen, die für einen unzureichenden Therapieerfolg mit Tamoxifen verantwortlich sind. Die Forschungsarbeiten sollen die Möglichkeiten erweitern, jeder Patientin die bestmögliche, d. h. effektivste Behandlung zukommen zu lassen.

    Zum geförderten Forschungsprojekt am Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

  • Schlüsselgen der Hodentumor-Entwicklung entdeckt: Düsseldorfer und Göttinger Forscher identifizieren neuen Biomarker

    © Felix Bremmer, Göttingen

    Hodentumoren stellen die häufigsten soliden Tumoren des jungen Mannes im Alter von 15 bis 44 Jahren dar. Ein Subtyp der Hodentumoren, der Dottersacktumor, zeigt sich besonders resistent gegenüber der Standard-Chemotherapie. Die molekularen Mechanismen, die zur Dottersacktumor-Entwicklung und deren Resistenz führen, sind nahezu unverstanden. Düsseldorfer und Göttinger Forscher konnten nun in Kooperation den Pionier- und Differenzierungsfaktor FOXA2 als Schlüsselgen dieser Tumorentwicklung identifizieren. Dies ermöglicht neben einem besseren Verständnis der molekularen Tumorcharakteristika auch die Etablierung neuer Diagnose- und Therapieansätze.

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  • Wie ein Signalmolekül den klinischen Verlauf von Eierstockkrebs beeinflusst: Marburger Forscher entdecken neuen Zusammenhang

    © Sabine Müller-Brüsselbach, Marburg

    Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen, vor allem weil er in der Regel spät entdeckt wird, früh in den Bauchraum metastasiert und die verfügbaren therapeutischen Wirkstoffe meist nur vorübergehend wirken. Neue Therapieansätze sind daher dringend erforderlich. Eine Marburger Forscherallianz hat jetzt ein Signalmolekül im Bauchwasser der Betroffenen entdeckt, das im Zusammenhang mit einem kurzen rückfallfreien Überleben steht und die Immunzellen in der Tumormikroumgebung hemmt. Die zugrundeliegenden molekularen Veränderungen liefern eine Basis für die Entwicklung neuer Therapieoptionen.

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  • Todesanzeige Prof. Dr. med. Bernhard Fleckenstein

    Die Wilhelm Sander-Stiftung trauert um ihren langjährigen Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirates Prof. Dr. med. Bernhard Fleckenstein, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und des Bayerischen Verdienstordens, der am 4. Mai 2021 im 77. Lebensjahr verstorben ist.

    Herr Prof. Fleckenstein hat als Mitglied und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates über 32 Jahre die medizinische Forschungsförderung der Wilhelm Sander-Stiftung bis August 2020 maßgeblich geprägt. Dank seines besonderen Engagements und seiner wissenschaftlichen sowie persönlichen Kompetenz hat er die Wilhelm Sander-Stiftung zu einer der wichtigsten Forschungsstiftungen für innovative Krebsforschung außerhalb der staatlichen Unterstützung entwickelt.

    Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Frau und Familie.

    Die Wilhelm Sander-Stiftung verdankt ihm sehr viel und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

     

  • BERÜHMTE TESTAMENTE – Wilhelm Sander

    Wir freuen uns über das gelungene Kurzportrait unseres Stifters in Ausgabe 14 der Online-Magazins Prinzip Apfelbaum der Initiative “Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum”. Lesen Sie in der Rubrik UNSERE LIEBLINGE auf Seite 6 von 8 über die Beweggründe, die Wilhelm Sander zur Stiftungsgründung veranlassten.

    Die Initiative “Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum” ist eine übergreifende Initiative gemeinnütziger Organisationen und Stiftungen in Deutschland. Sie möchten Menschen bei ihrem Vorhaben unterstützen, mir ihrem Erbe Gutes zu bewirken. Sie bietet grundlegende Informationen und Orientierung, wie man mit einem Testament die Arbeit gemeinnütziger Organisationen wirkungsvoll unterstützen kann, vermittelt Experten und Ansprechpartner für individuelle Fragen und zeigt, wie Erbschaften und Vermächtnisse die erfolgreiche Arbeit gemeinnütziger Organisationen nachhaltig sichern.

  • 70. Lindauer Nobelpreisträgertagung

    Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die 70. Jubiläumsveranstaltung der Lindauer Nobelpreisträgertagung um ein Jahr verschoben und findet nun vom 27. Juni bis 2. Juli 2021 virtuell statt. Das knapp 70 Stunden lange Programm beinhaltet hochaktuelle wissenschaftliche Themen mit gesellschaftspolitischer Relevanz.

    Für die Tagung in 2021 wurden 660 Nachwuchswissenschaftler aus 101 Ländern vom Kuratorium der Lindauer Nobelpreisträgertagungen als Teilnehmer ausgewählt. Auch ein junger Forscher, den die Wilhelm Sander-Stiftung als Academic Partner der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen vorgeschlagen hatte, wurde vom wissenschaftlichen Auswahlgremium eingeladen.

    Das Kuratorium hat eine weitere wichtige Änderung beschlossen: Alle der über 600 ausgewählten Nachwuchswissenschaftler erhalten die Möglichkeit, dennoch nach Lindau zu reisen. Ihre Auswahl hat Bestand und das Kuratorium wird sie in den kommenden Jahren zur nächsten Tagung ihrer jeweiligen Fachdisziplin zulassen. Das heißt, dass der von uns vorgeschlagene Doktorand, Coenraad Frederik Slabber, 2023 teilnehmen wird.

    Mehr zur Nachwuchsförderung »